Pressemitteilung der HAW Hessen vom 9.12.2016

Urheberrechts-Debatte: HAW Hessen lehnt Beitritt zum Rahmenvertrag mit der VG Wort ab

Die Mitgliedshochschulen der HAW Hessen (Hochschulen fürangewandte Wissenschaften) haben entschieden, dem zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) geschlossenen Rahmenvertrag nicht beizutreten. Die Bildungseinrichtungen sind der Auffassung, dass die im Vertrag ab 1.1.2017 vorgesehene Einzelabrechnung von urheberrechtlich geschützten digitalen Texten einen nicht hinnehmbaren bürokratischen und personellen Aufwand verursacht. Die HAW Hessen erkennt das Interesse der Urheberinnen und Urheber an einer angemessenen Vergütung an. Deshalb setzt sie sich für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ein, um eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu erreichen.

Momentan dürfen Hochschulen gemäß Urheberrecht (§ 52a UrhG) wissenschaftliche und andere Texte über digitale Semesterapparate, Webseiten oder Lernmanagementsysteme bereitstellen. Die Urheber, die die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) vertritt, erhalten dafür eine pauschale Vergütung. Diese zahlen die Bundesländer. Die VG Wort hat jedoch ein Urteil erstritten, das diese Praxis kippt. Sie hat mit der Kultusministerkonferenz per Rahmenvertrag vereinbart, die Zahlungen ab dem 1.1.2017 einzeln abzurechnen. Es war erwartet worden, dass die Hochschulen diesem Vertrag anschließend beitreten. Für die Hochschulen der HAW Hessen stellt dies jedoch einen hohen bürokratischen und personellen Aufwand dar, den sie nicht akzeptieren wollen. Deshalb werden sie dem Vertrag nicht beitreten. Das bedeutet, dass die Hochschulen ab dem 1. Januar keine im Sinne des § 52a UrhG urheberrechtlich geschützten digitalen Texte mehr für Studierende und Lehrende bereitstellen. Den Hochschulen ist bewusst, dass dies Forschung und Lehre in erheblichem Maße beeinträchtigen wird, sehen aber aktuell keine andere Möglichkeit.

Ihre Position teilt die HAW Hessen mit einer breiten Mehrheit deutscher Hochschulen wie etwa den Mitgliedern der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien KHU. Dabei betont sie, dass die Entscheidung nicht wegen der Höhe der Lizenzkosten gefallen ist, sondern wegen der Folgekosten, die sich aus der administrativen Umsetzung der Dokumentationspflichten im Vertrag ergeben. Das Interesse der Urheberinnen und Urheber an einer fairen Vergütung kennt die HAW Hessen dabei ausdrücklich an. Die Mitglieder der HAW Hessen setzen sich deshalb für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der VG Wort ein mit dem Ziel, eine zukunftsfähige und praktikable Lösung im Sinne aller Beteiligten zu finden.

7. StuPa-Sitzung am 13.12.16

Einladung zur 7. Sitzung des 45. Studierendenparlaments

Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung und Eröffnung
    1.1 Feststellung der Beschlussfähigkeit, sowie namentliche Überprüfung der Mitglieder des Parlaments
    1.2 Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
    1.3 Genehmigung der Tagesordnung
  2. Mitteilungen des Präsidiums
  3. Bericht der studentischen Rechnungsprüfer*innen für das Haushaltsjahr 15/16 und Entlastung des AStA
  4. Anträge und Finanzanträge (Achtung: Finanzanträge müssen min. 3 Tage vor der Sitzung an das Präsidium geschickt werden.)
  5. Rechenschaftsberichte der Referent_innen des AStA
  6. Wahlen
    6.1 Ältestenrat (3 Personen)
    6.2 Nachwahl Soziales & Wohnen (AStA)
    6.3 Wahlvorstand (1 Person)
    6.4 Nachfolger*in bzw. ein*e Vertreter*in für den Vorstand des Studierendenwerkes
  7. 1. Lesung des Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2017/18
  8. Informationen und Verschiedenes

StuPa-Sitzungen sind hochschulöffentlich, Gäste immer willkommen.

Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen"

Die Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" ist vom 8.11. bis 17.12.16 zu Gast im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt.

Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander. Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

Nach dem Ende des Münchner NSU-Prozesses soll die Ausstellung um eine weitere Tafel ergänzt werden.

BIG DATA 4.0 Zwischen Big Brother, Daten-Boom und digitalen Bürgerrechten – Die vierte Revolution und ihre Folgen

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der vhs Darmstadt und des AStAs der Hochschule Darmstadt zwischen Donnerstag 10. November und Donnerstag 15. Dezember. Gefördert durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden.

Michael Ehlers, Unternehmensberater
Herzlich willkommen im Datengefängnis!
Das Internet der Dinge verändert unser Leben komplett
Donnerstag, 8. Dezember 2016, 19:00 Uhr, Justus-Liebig-Haus

Günther Bachmann, Stadtforscher
Big Data und Statistik: "Wir wissen alles über Sie!"
Auf dem Weg zur digitalen Stadt der Zukunft
Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19:00 Uhr, Justus-Liebig-Haus

Zu dieser Reihe gibt es außerdem den Kurs:
Big Data, die Freiheit und das Prinzip Verantwortung
Zur Philosophie von Karl Jaspers und Hans Jonas
Beginn: Donnerstag, 12. Januar 2017

Kulturförderung

Kulturarbeit – von Studierenden für Studierende

Ihr möchtet eine Veranstaltung machen? Eure Kunst ausstellen? Ein Fest veranstalten?

Ihr seid eine Gruppe von Studierenden und wollt neben dem Studium kulturell etwas mitgestalten und bewegen?

Das Studierendenwerk Darmstadt unterstützt Euch dabei u.a. durch finanzielle Zuschüsse.

Weitere Informationen findet Ihr auf den Webseiten des Studierendenwerks Darmstadt

FAIRteiler an der h_da

An der h_da befindet sich der FAIRteiler im Geb. D13 (im Gebäude der "Krabbelkiste", Nähe Bibliothek und Fachbereich Informatik)

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wichtige Info zu Call a Bike!

DB Rent, die Betreibergesellschaft von Call a Bike, hat seit Juli 2015 neue Tarife für ihre Normalkund*innen eingeführt. Für alle Studierenden, die das Leihfahrradsystem zu den Sonderkonditionen des AStA nutzen, ändert sich nichts. Es bleibt bei der bekannten Regelung, dass die ersten 60 Minuten einer Fahrt nicht berechnet werden, auch danach bleiben die Konditionen wie bisher - zumindest bis zum Ende unseres Vertrages mit DB Rent.

Wichtig ist noch: das Rad muss am Ende der Fahrt an einer der über 30 Stationen im Stadtgebiet verschlossen werden, damit keine Gebühren anfallen. 

Wir hoffen, damit alle Sorgen und Gerüchte zerstreuen zu können, dass zusätziche und höhere Kosten entstehen könnten.