Veranstaltungsreihe "Rechtsterrorismus in Deutschland" in Darmstadt

Die Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland beginnt nicht erst mit dem NSU. Schon seit den 1950ern gibt es in Deutschland bewaffnete Gruppe und immer wieder Anschläge. Die DGB-Jugend setzt sich ab 28.02.2015 mit dieser Kontinuität und einem besonderem Blick auf Hessen auseinander und lädt ein zu folgenden Veranstaltungen.

  • 18.03.15, 18.30 Uhr, Schlosskeller Darmstadt
    Yury Winterberg (Journalist und Buchautor zur extremen Rechten)

    Neonazi, Terrorist, Aussteiger - Die vergessene Geschichte des Odfried Hepp

    Der „Spiegel“ nannte ihn den Chefdenker der Neonazi-Szene. Als er 1985 festgenommen wurde, war er einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Die von ihm initiierte Hepp-Kexel-Gruppe verübte Bombenanschläge auf Einrichtungen der US-Army im Rhein-Main-Gebiet. Nach einer langjährigen Haftstrafe sagte er sich vom Neonazismus los, brachte durch seine Aussagen andere nazistische Gewalttäter hinter Gitter. Dennoch setzte ihn das FBI nach dem 11. September 2001 auf die Liste der Verdächtigen. Kurz darauf versuchte der deutsche Geheimdienst, Odfried Hepp anzuwerben…
    Die exemplarische Lebensgeschichte des Odfried Hepp zeigt Wurzeln und Entwicklungslinien einer heute noch allgegenwärtigen Bedrohung.
  • 10.04.15, Glaskasten der Hochschule Darmstadt
    Robert Andreasch (a.i.d.a. München/ NSU-Watch)

    Das Oktoberfestattentat und die Wehrsportgruppe Hoffmann

    Das Attentat auf das Oktoberfest vom 26.09.1980, das 13 Tote und über 200 Verletzte forderte, war der blutigste Terroranschlag in der Geschichte der BRD. Für die Strafverfolgungsbehörden war schnell klar: es handelt sich um die Tat es Einzelttäters. Doch zahlreiche Hinweise werfen weiterhin viele Fragen auf. Ungeklärt bleibt vor allem die Rolle der Wehrsportgruppe Hoffmann, der der Täter Gundolf Köhler angehörte. Bis zu ihrem Verbot war die WSG Hoffmann eine der wichtigsten Schnittstellen des neofaschistischen Lagers. Auch in Hessen agierten Ableger der Wehrsportgruppe. Einzelne Spuren des Münchener Attentats führten auch zu Mitgliedern der Gruppen in Hessen.
  • 18.05.15, 19 Uhr, Glaskasten der Hochschule Darmstadt
    Andreas Speit (Der Rechte Rand/ taz)

    Der Weg zum NSU - Über die Militanz der Neonaziszene in den 1990ern
    Die rassistisch motivierten Verbrechen des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) offenbarten eine neue Dimension extrem rechter Gewalt. Doch diese Form des politischen Kampfes ist kein Einzelfall. In der 90er Jahren wurde in der Szene breit über einen bewaffneten Kampf diskutiert. Texte über Geld- und Waffenbeschaffung kursierten, Bücher über Terrorgruppen und –strategien ebenso. Aktionen folgten. Eine Radikalisierung der Szene lief, während zugleich in der Politik das Asylrecht eingeschränkt wurde. In diesem gesellschaftlichen Kontext entwickelte sich das NSU-Trio – politisierte und radikalisierte sich.
  • 8.06.15, 19 Uhr, Schlosskeller Darmstadt
    Michael Weiss (NSU Watch) und weitere

    Die NSU-Aufklärung: Fragen über Fragen…

    Auf das Konto des NSU gehen mindestens 10 Morde sowie zwei Sprengstoffanschläge. Vor dem Oberlandesgericht München müssen sich seit Mai 2013 Beate Zschäpe und vier weitere Personen wegen Mittäterschaft bzw. Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verantworten. Ein Ende des Prozesses ist noch nicht absehbar. Auch die Untersuchungsausschüsse des Bundestages sowie der Landtage in Sachsen, Thüringen und Bayern ließen viele Fragen unbeantwortet. Seit Mai 2014 existiert auch in Hessen ein Untersuchungsausschuss. Neben der Rolle des Verfassungsschützers Andreas Temme, der zur Tatzeit des Mordes an Halit Yozgat am Tatort in Kassel war, wird es u.a. um die Frage gehen, welche Kontakte der NSU nach Hessen hatte.
    Michael Weiss und weitere Vertreter_innen der Beobachtungsstelle NSU Watch werden diesen und weiteren Fragen nachgehen und dabei einen besonderen Blick auf den Untersuchungsausschuss in Hessen richten

Die Veranstaltungsreihe findet von der DGB Jugend in Kooperation mit dem AStA der TU Darmstadt, dem AStA der Hochschule Darmstadt, dem Antifaschistischem Infobüro Rhein-Main, der Anti Nazi-Koordination Darmstadt und der Antifaschistischen Initiative Heidelberg statt. 

Lernräume Campus Darmstadt

Aus aktuellem Anlass: neben dem Lernraum im Café Glaskasten (Erdgeschoss Hochhaus) steht auch die Mensa Schöfferstraße für Lernen in kleinen Gruppen oder allein zur Verfügung.

Die Mensa Schöfferstraße als Lernbereich ist nutzbar montags bis freitags ab 8 Uhr bis gegen 21 Uhr, wobei das Studierendenwerk Darmstadt darum bittet, während der Hauptessenzeit (11.30 Uhr - 13.30 Uhr) eine Lernpause einzulegen und den Platz für die Hungrigen freizugeben.

Dazu gibt es noch vereinzelte Lernräume in den einzelnen Fachbereichen oder bei den Fachschaftsräten.

Freier Eintritt in die Kunsthalle Darmstadt

Nach der Sommerpause hat die Kunsthalle jetzt eine tolle Neuerung: für Studentinnen und Studenten ist der Eintritt seit diesem Herbst frei!

Statt Pub-Quiz in die Kunsthalle Darmstadt - bei freiem Eintritt!

Einige studentische Besucher*innen hat es diesen Winter bereits in die Kunsthalle verschlagen - immer wieder raunt es dann durch die Große Halle "Wer ist das denn nochmal?", "Lass uns mal nachschauen, wann das war" oder auch "Das sagt mir jetzt gar nichts..."

Mit seinen derzeit ausgestellten 365 Aquarellen, entstanden in Tag- und Nachtarbeit, bezieht sich der junge bosnische Künstler Radenko Milak auf "planetarische Ereignisse". Krieg und Frieden, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik, Raumfahrt und Naturkatastrophen umreißen die Inhalte. Europa, die beiden Amerikas, Afrika und Asien und immer wieder der Balkan bilden den räumlichen, die letzten 500 Jahre den zeitlichen Rahmen eines begehbaren Geschichtskalenders, der die Kunsthalle Darmstadt komplett auskleidet. Material für die Ereignisse findet er in Printmedien und im Internet. Es sind sowohl stillstehende als auch stillgestellte Bewegtbilder von historischen oder zeitlich nahen Ereignissen, die er mit den Mitteln des Realismus und der Abstraktion, bisweilen auch des Surrealismus aufgreift.

  • Radenko Milak, 365 - Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt
  • vom 18. November 2014 bis 6. April 2015
  • Öffnungszeiten:
    Di-Fr 11-18 Uhr
    Do 11 -21 Uhr
    Sa/So, Feiertage 11-17 Uhr
  • Steubenplatz 1, Darmstadt
  • www.kunsthalle-darmstadt.de

Online-Verfahren beim Theaterticket

Zum Wintersemester 2014/ 2015 ändert sich das Verfahren für den Erhalt der kostenfreien "Theatertickets". Es wird auf ein Onlineverfahren umgestellt.

Alle Informationen und das weitere Vorgehen dazu könnt Ihr u.a. auf der Webseite des Staatstheaters Darmstadt nachlesen - auch in englisch!

 

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