Uhr Vonovia und Co. Private Immobilienkonzerne auf dem Wohnungsmarkt

  • Café Glaskasten (Erdgeschoss Hochhaus)

Ein Podiumsgespräch mit dem Mietaktivisten Knut Unger vom Mieter*innenverein Witten.

Das bundesweit größte Wohnungsunternehmen Vonovia ist mit circa 1500 Wohnungen einer der größten privaten Vermieter in Darmstadt. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen sich Mieterinnen und Mieter nach Modernisierungsmaßnahmen mit drastischen Mieterhöhungen konfrontiert sehen. Knut Unger untersucht die Geschäftsmodelle großer privater Wohnungsunternehmen, für die Wohnungen samt ihrer Bewohner*innen in erster Linie Renditeobjekte sind und zeigt Wege, wie sich Mieter*innen dagegen wehren können.

Die Veranstaltung ist Teil der wohnungspolitischen Reihe „Geld oder Wohnung!? Wohnungsmarkt, Profitlogik und Strategien zur Vergesellschaftung“ der Interventionistischen Linken [IL*] Darmstadt

Während explodierende Mietpreise in Darmstadt und anderen Städten immer mehr Menschen vor existenzielle Herausforderungen stellen, profitieren private Immobilienkonzerne von der städtischen Wohnungsknappheit und der aussichtslosen Situation tausender Mieterinnen und Mieter.

Dass Mieten immer weiter steigen und Wohnungen immer knapper werden, ist jedoch kein Naturphänomen. Der private Wohnungsmarkt, auf den die allermeisten von uns angewiesen sind, wurde in den letzten Jahren liberalisiert. Börsennotierte Immobilienunternehmen, wie die Vonovia AG oder die Deutsche Wohnen, erwirtschaften hier mit ihren riesigen aufgekauften Wohnungsbeständen hohe Gewinne. Wohnungen werden so zum Renditeobjekt, das es möglichst profitabel auszunutzen gilt.

Gegen die Profitlogik auf dem Wohnungsmarkt regte sich in den vielen stadtpolitischen Kämpfen der letzten Jahre Widerspruch. Die „Recht auf Stadt“-Bewegung diskutiert immer wieder Möglichkeiten, wie Wohnraum im Sinne der Allgemeinheit demokratisch verwaltet werden kann.

Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir uns mit den Ursachen und Folgen einer weitgehend privatisierten Wohnungswirtschaft beschäftigen, Strategien zur Vergesellschaftung von Wohnraum diskutieren und den ganz normalen Mietenwahnsinn in Darmstadt mit einem kritischen Stadtspaziergang erkunden.

Weitere Veranstaltungen

  • 06.02.2019 --- 19 Uhr --- Café Glaskasten (h_da, Schöfferstraße 3, Darmstadt)
    Verdrängung in Rödelheim? Die Schader-Stiftung und das Brentano-Hochhaus mit Conny Petzhold, Hochhaus Rödelheim
  • 15.02.2019 --- 19 Uhr --- zucker (Liebfrauenstraße 66, Darmstadt)
    Alles verändern!? Über die Vergesellschaftung von Wohnraum reden mit Sanna, Stadt AG der Interventionistischen Linken Berlin
  • 17.02.2019 --- 14 Uhr --- Treffpunkt: Hahne-Schorsch-Platz
    Kritischer Stadtspaziergang durch Darmstadt