Synthesizer Basics

Dieser Kurs richtet sich an Teilnehmer ohne Vorkenntnisse. In der heutigen populären Musiklandschaft sind wir umgeben von synthetischen Klängen. Diese sind Teil unserer Popkultur geworden. Leider bietet die h_da keinen regulären Kurs zu dem Thema an. Hier soll es deshalb darum gehen, wie ein Synthesizer überhaupt funktioniert und wie man zielgerichtet eigene Sounds programmiert.
Als Ausgangslage werden die theoretischen Grundlagen der subtraktiven Klangerzeugung kurz umrissen, danach wird der Signalfluss besprochen und einige Synth-Layouts dargestellt.

Danach geht es dann um die jeweiligen Module aus denen ein Synth aufgebaut ist und deren theoretische Grundlagen. Was ist ein Oszillator und wie nutzt man ihn um mit den erzeugten Grundwellenformen effektive spezifische Klänge zu erzeugen. Welche Filtertypen gibt es und welche Parameter beeinflussen deren Wirkungsweise. Was sind Hüllkurven, welche Typen gibt es und wie werden sie eingesetzt. Was ist ein Low-Frequency-Oscillator und wozu wird er eingesetzt. Welche weiteren Modulatoren sind gängig und wie nutzt man diese.

Anschließend geht es um das gezielte Erstellen von Sounds, sog. Patches.  Dabei orientiere ich mich zunächst an echten Instrumenten als Vorbilder und es wird jeweils ein Beispiel aus den Instrumentengruppen „Strings“, „Woodwinds“, „Brass“, „Keyboard“, „Voice“, „Percussion tuned and untuned“, „Classic Leads“, „Bass“, „Pads“ und „Sound Effects“ erstellt. Man muss in der Hinsicht erst kurz anreißen welche Klangeigenschaften z.B. ein Streichinstrument hat und eine spezifische Sprache dafür einführen, damit man dann im zweiten Schritt darüber nachdenken kann wie man das mit den im Synthesizer verfügbaren Modulen simulieren kann. Hier fließen auch Überlegungen über die jeweilige Spielweise des Instruments ein, welche man dann berücksichtigen muss. Wenn dann noch Zeit übrig ist würde ich auch gerne in der Gruppe nach einem aktuellen Sound fragen und man könnte dann versuchen diesen nachzubauen.

Umsetzung:
Die Umsetzung kann mittels Software auf dem Laptop erfolgen. Dort wird ein Synthesizer als virtuelles Instrument emuliert. Mittels einer Analysesoftware kann man die Grundwellenformen und die durch Modulation hervorgerufene Veränderung dieser auch in Echtzeit grafisch dargestellt werden (Wie etwa mit einem Oszilloskop), was zusätzlich zu der Hörerfahrung als didaktisches Mittel zur Veranschaulichung verwendet werden kann. Zusätzlich zu den Kursbeispielen werde ich noch kostenlose Übungssoftware empfehlen mit der man auch zuhause üben kann (wenn man das denn möchte).