13.Dec.2005
Der AStA der Fachhochschule Darmstadt findet die Verwendung des Begriffs „Bummelstudent“ in einigen Artikeln in der Presse absurd. Nach Informationen einer Studie des Statistischen Bundesamts gibt es seit Einführung des Studienguthabengesetz (StuGuG) weniger Langzeitstudierende, die im 15. Semester oder darüber sind. Dass diese Studierende allesamt Bummelstudenten seien, ist nicht richtig und auch nicht haltbar.
Viele Studierende entscheiden sich bewusst für ein Teilzeitstudium, bei dem sie nebenher 20 Stunden pro Woche arbeiten, um ihr Studium zu finanzieren. Dass mit den Langzeitstudiengebühren eben genau solche Studierende zum Abbruch gezwungen werden ist äußerst verwerflich.
Dass jedoch diese Opfer einer verfehlten Politik noch als Bummelstudenten bezeichnet werden, ist eine bodenlose Frechheit. Wie müssen diese Leute sich fühlen, wenn sie ständig von Politik und Medien abfällig als Schmarotzer bezeichnet werden?
„Das kann nicht angehen, dass solche tiefgreifenden Eingriffe in die Lebensplanung stattfinden. Auch die Pläne zur Einführung von allgemeinen Studiengebühren in anderen CDU/CSU-regierten Ländern und mittelfristig auch in Hessen ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Die Politiker sollten sich überlegen, welchen Schaden sie damit anrichten!“, so Andreas Schaeffer, Referent für Hochschulpolitik im AStA.
Julian Berberich, ebenfalls Referent für Hochschulpolitik ergänzt: „Bummelstudenten können meist nichts für ihre langen Studienzeiten. Dass sie deswegen abgestraft werden, entzieht sich jeder Logik“
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